Kategorie-Archiv: Allgemein

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Auftakt der Gesundheitsmesse in Tübingen

An die 2000 Besucher schauten sich die Gesundheitsausstellung in Tübingen an, bei der Wohlfühlen zum Ausprobieren angesagt war.

Bei der ersten regionalen Gesundheitsmesse, die am Wochenende in Tübingen stattfand, gab es vieles auszuprobieren. Es wurde im Sportinstitut Bogenschießen, Massagen, Therapien und Gleichgewichtstraining angeboten.

Geht es um angeleitete Fitnessangebote, Spezialschuhwerk bei Hüftarthrose, Kinesio-Taping bei Knieproblemen oder EMDR-Therapie bei Burn-Out, dann muss man sich nicht unbedingt bei den großen Kliniken informieren. Es gibt eine Vielzahl an mittleren und kleinen Unternehmen, Trainern oder Praxen, die dies anbieten.

Besonders kamen die Angebote im Freigelände an, die durch das schöne Herbstwetter ausprobiert werden konnten. Dazu gehörten das Bogen-Event und das Segway-Fahren. Die BG-Unfallklinik hatte vier verschiedene Angebote im Programm. Zusätzlich hat sie die Besucher beraten, was man wirklich braucht.

Die Trainingsangebote fanden alle großen Anklang. Das gilt vor allem für Übungen mit einem Gymnastikband, weil solche Übungen jederzeit im Alltag gemacht werden können.

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Stabiler Rücken mit 300 Muskeln


Bei Rücken handelt es sich um ein kompliziertes Gebilde. Damit immer Stabilität gegeben ist, sind neben Knochen auch Bänder und Muskeln darin verbaut.

Das Kreuzbein, Steißbein und 24 beweglich Wirbel tragen ihren Teil zur Stabilität des Rückens bei. Fünf Bänder und 300 Muskeln halten das komplexe System wie ein Korsett zusammen und erlauben es, dass es robust und trotzdem beweglich ist. Verkürzte Muskeln, Fehlhaltungen und Verspannungen können dabei Probleme auslösen.

Es wurde schon oft festgestellt, dass über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens einmal im Jahr unter Schmerzen in diesem Gebiet leiden.

Bei der Zahl jener Leute, die an chronischen Rückenschmerzen leiden, ist der Frauenanteil größer. Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann haben chronische Schmerzen. Geht es um die Gründe, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führen, befinden sich Rückenschmerzen an zweiter Stelle. An erster Stelle stehen die Atemwegserkrankungen.

Wirbelsäule Grund für verschiedene Schmerzen

Erkrankungen und Probleme an der Wirbelsäule machen sich auch an anderen Teilen des Körpers bemerkbar. Wichtig dabei ist, dass der Ursache auf den Grund gegangen wird. Eine Heilung der Symptome alleine sollte nicht die bevorzugte Behandlungsmethode sein.

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Trainierte Rückenmuskulatur entlastet Bandscheiben


Eine Rückenmuskulatur, die gut trainiert ist, entlastet die Bandscheiben, beugt Schmerzen vor und stützt die Wirbelsäule.

Beim Tragen und Heben von Dingen wird nicht nur die Muskulatur um die Wirbelsäule sondern auch die Bandscheiben beansprucht. Sind die Wirbelsäule und auch die Bandscheiben gesund, halten sie diesen Belastung stand und sorgen in der Folge auch für eine elastischere Wirbelsäule.

Die Technik beim Heben ist sehr wichtig, um keine Schäden zu verursachen. Das Knorpelgewebe kann nämlich nur dann mit Nährstoffen versorgt werden, wenn eine Be- und Entlastung regelmäßig stattfindet. Deshalb bietet sich Krafttraining an, um eine starke Muskulatur und eine gesunde Wirbelsäule zu haben.

Bei bestehenden Vorerkrankungen sollte vor Trainingsbeginn das Gespräch mit dem Arzt aufgesucht werden. Orthopäden sind sich einig, dass etwa 80 Prozent aller Schmerzen im Rücken durch eine schwache Muskulatur entstehen. Insbesondere die tief liegenden Rückenstreckmuskeln können dabei entscheidend sein. Die Muskulatur und vor allem die Lumbalextensoren können nicht immer durch die alltägliche Bewegung aufgebaut und trainiert werden. Dafür bietet sich deshalb gezieltes Training an.

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Zwei Rückenübungen für zwischendurch


Der Rücken sollte regelmäßig durch spezielle Übungen trainiert und die Muskulatur in diesem Bereich aufgebaut werden.

Um bei Rückenübungen allerdings keine Rückenverspannungen zu bekommen, sollte die Muskulatur zunächst aufgewärmt und gedehnt werden. Es gibt Übungen, die immer und vor allem auch in den eigenen vier Wänden gemacht werden können.

Rückenübung Vierfüßlerstand für zu Hause

Dafür geht man in den Vierfüßlerstand. Es berühren die Knie, Zehenspitzen und Unterarme den Boden. Mit Streckung des Körpers werden nun die Knie vom Boden abgehoben und diese Stellung für etwa zehn Sekunden gehalten.

Aus dieser Grundstellung kann man auch abwechselnd ein Bein nach hinten und die gegenüberliegende Hand nach vorne strecken. Diese Stellung muss ebenfalls für mehrere Sekunden gehalten werden und anschließend wird die Seite gewechselt.

Rückenübung Unterarmstütze für zu Hause

Auch die Unterarmstütze ist gut für das Trainieren der Muskulatur. Dafür legt man sich flach auf den Bauch. Die Unterarme werden nun auf den Boden in Höhe des Brustkorbes gestützt. Durch die Anspannung des gesamten Körpers kann dieser angehoben werden. Der Rücken bildet dabei eine gerade Linie. Es berühren nur noch die Zehenspitzen und die Unterarme den Boden. Nun wird der Bauch einige Zentimeter vom Boden angehoben.

Durch täglich 15 Minuten Training kann ein deutlicher Aufbau der Muskulatur entdeckt werden und die gestärkte Rückenmuskulatur leitet einen Beitrag zur Verminderung der Rückenschmerzen.

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Rückenbelastung beim Sitzen kann verringert werden


Um den Rücken auch beim Sitzen nicht übermäßig zu belasten, sollte immer auf eine optimal Sitzhaltung geachtet werden.

Damit die optimale Position eingenommen wird, muss das Becken leicht nach vorne gekippt sein. Die Oberschenkel fallen dabei leicht nach unten. Diese bilden zudem einen offenen Winkel, der in etwa 45 bis 60 Grad hat.

Die Schultern ruhen dabei ohne Anspannung auf dem gesamten Brustkorb. Das Brustbein sollte dabei nach vorne und oben angehoben werden. Wird auch der Hinterkopf nach oben angehoben, dann wird die Streckung auch in der Halswirbelsäule erreicht.

Wichtig dabei ist, dass die natürliche Form der Wirbelsäule beibehalten und gefördert wird. Durch regelmäßige Positionswechsel wird nicht nur die Wirbelsäule entlastet, sondern auch der Stoffwechsel angekurbelt und durch gute Sitzmöbel wird der Wechsel der Sitzposition unterstützt, da diese Möbel sich flexibel bewegen können und mit der Bewegung mitgehen.

Durch Benutzung der Vorrichtungen zur Entlastung, wie etwa eine Armlehne und Rückenlehne, kann die Wirbelsäule ebenso entlastet werden. Sitzflächen, die leicht nach vorne gebeugt sind bewirken, dass die Kippung des Beckens erleichtert und unterstützt wird.

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Mehrbelastung in der Landwirtschaft


Beschäftigte in der Landwirtschaft, die behandelt werden, leiden besonders unter Krankheiten die das Skelett und die Muskulatur als Ursache haben.

Rückenleiden kommen bei Landwirten öfters vor. Grund dafür ist die hohe Arbeitsbelastung auf den Höfen der Bauern. In 37 % der Fälle sind diese Krankheiten der Grund für Erwerbsminderung, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Es wurden dabei Daten aus der Landwirtschaft in allen Altersklassen analysiert.

Nach Rückenschmerzen folgen kreislaufbedingte Erkrankungen und danach seelische Störungen, die sich wegen den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen häufen.

Derzeit erhalten fast 60.000 ehemalige Bäuerinnen und Bauern eine Rente wegen Erwerbsminderung. Letztes Jahr 2010 kamen etwa 292 Mio. Euro zur Auszahlung.

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Rückenschmerzen Symptome und Therapiewahl


Welche Therapieform bei Rückenschmerzen angewendet wird, hängt von der Länge der Symptome und deren Ursachen ab.

Kann die Ursache bei den Untersuchungen nicht genau ermittelt werden, dann kann lediglich der Schmerz, aber nicht dessen Herkunft behandelt werden.

Durch die Therapie der Rückenschmerzen können nicht nur die Schmerzen gelindert, sondern auch die Muskelkraft, Ausdauer und Beweglichkeit erhalten werden.

Zur Linderung der Schmerzen können unterschiedliche Methoden zur Anwendung kommen. Entspannung, Bewegung, Massage, Wärme, Kälte, Akupunktur, Medikamente und manuelle Therapie können helfen. Da die sinnvollste Methode im Einzelfall nicht im Vorfeld bestimmt werden kann, muss sie manchmal ausprobiert werden.

Dauer der Beschwerden von Relevanz

Bei der Untersuchung, die nicht nur mittels einer Röntgenaufnahme, sondern auch manuell durchgeführt werden sollte, muss geklärt werden, wo und wie lange die Beschwerden auftreten.

Im Rahmen der Klärung der Ursachen kann außerdem sehr wichtig sein, ob diese oder eine ähnliche Erkrankung in der Familie bekannt ist. Daher ist auch die das Gespräch zwischen dem Arzt und dem Patienten nicht zu unterschätzen. Noch wichtiger ist diese Vorgangsweise, da die Erkrankung auch psychische Ursachen haben kann.

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Rückentraining, Muskelaufbau und Freizeitaktivität


Es hat viele Vorteile, wenn man einen trainierten Rücken hat, denn dann kann dieser ungewohnten Belastungen, die plötzlich auftreten, standhalten.

Die Forschung hat bestätigt, dass Schmerzen, die vom Skelett oder der Muskulatur des Rückens kommen, gelindert werden können. Durch gezieltes Training, Bewegung und Sport kann man nicht auftretende Schmerzen behandeln, sondern auch vorbeugen.

Rückentraining und Übungen bei Rückenschmerzen

Rückentraining, das gezielt ausgerichtet ist, hat noch weitere Vorteile, die sich bemerkbar machen: Die Stärkung des Abwehrsystems, Herz, Kreislauf, Stoffwechsel, Atmung, Beweglichkeit, Kraft, Muskeldurchblutung, Gelenkfunktion, Knochen und Bandscheiben-Stoffwechsels.
In dem Maße, in dem sich die Beweglichkeit verbessert, wirkt sich Sport auch auf die Psyche positiv aus. Die Lebensqualität verbessert sich, die Stimmung nimmt zu und die Sorgen um die Gesundheit verblassen.

Freizeitaktivitäten um den Rücken zu trainieren

Man erreicht sehr viele positive Veränderungen für den Körper durch eine gesunde Lebensweise. Durch die zunehmenden sitzenden Tätigkeiten sollte Bewegung in der Freizeit nachgeholt werden, da im Berufsleben oft die Möglichkeiten dazu nicht vorhanden sind.

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Zivilisationskrankheit Rückenschmerzen wegen mangelnder Muskulatur


Die meisten erwachsenen Menschen hatten einmal oder mehrfach in ihrem Leben Rückenschmerzen.

Die Ursachen müssen dabei nicht immer gravierend sein. Verspannte Muskeln oder eingeklemmte Nerven können bei Fehlbelastungen recht schnell auftreten. Allerdings können auch psychische Ursachen der Grund für solche Schmerzen sein.

Noch häufiger ist Bewegungsmangel eine Ursache, die zu Rückenschmerzen führen kann. Durch das Fahren mit dem Auto bis vor den Eingang der Gebäude und durch die Maschinen, die in der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken wären, sind Rückenschmerzen eine Zivilisationskrankheit geworden.

Die Muskulatur, die nicht nur für die Bewegungen zuständig ist, hat auch die Aufgabe die Wirbelsäule zu stützen. Fehlt diese, dann wird die Wirbelsäule bei jeder Bewegung schwerer belastet, was zur höheren Abnutzung führt. Reizungen und Entzündungen können sich dabei ebenfalls bilden. Diese haben wiederum Rückenschmerzen zur Folge.

Nur mit Übungen, die die Muskulatur des gesamten Rumpfes aufbauen und die Wirbelsäule nicht belasten, kann das verhindert oder reduziert werden. Die Intensität solcher Übungen sollte nur langsam gesteigert werden.

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Yoga als Ausgleich zum Kraftsport


Über lange Zeit war Yoga tendenziell mehr den Frauen vorbehalten. Aber das könnte sich bald ändern. Denn die Herren holen auf beim Besuch von Yoga-Kursen.

Männer haben alle etwas gemeinsam wenn es um den Körper geht: Der untere Rücken ist meist schwächer, der Bauch ist zu groß und die Beweglichkeit ist zu gering.

Männeryoga schafft Abhilfe und bringt Neues, denn üblicherweise entscheiden sich die meisten für Sport, Laufen oder andere Betätigungen mit hohem Kraftaufwand. Allerdings helfen diese Sportarten nicht bei der Verbesserung der Haltung oder zur Vorbeugung von Rückenschmerzen. Fit zu sein alleine ist aber keine Garantie für Gesundheit. Hier stellt Yoga einen guten Ausgleich zu den Kraftsportarten dar, der immer häufiger genutzt wird.

Beim Yoga werden Körper und Kopf ins Gleichgewicht gebracht. Durch Yoga kann sich der Körper wieder jugendlicher anfühlen und hält Belastungen besser stand.

Viele Männer befürchten allerdings, dass das Zurückziehen in sich selbst beim Yoga eine Art der Verweichlichung ist. Besonders abschreckend wirkt am Anfang die Yoga-Philosophie mit dem Ziel in den Körper hineinzuhören und das Singen von Mantras. Derzeit ist das Verhältnis von Frauen zu Männern in den Yoga-Kursen etwa 10:1.